Salsa este
 
Salsa ist weder ein Rhytmus noch ein Tanz sondern lediglich eine Art Sammelbegriff für
afrokubanische Rhythmen wie SON, Mambo, Guaguanco, Cha Cha Cha, Guaracha,.....usw.
Der musikalische Ursprung von dem, was wir heute als "salsa " bezeichnen, lag
wahrscheinlich im SON der 20er Jahre und davor im DANZON, der eine Verbindung
afrikanischer Perkussion und europäischer Musik war. Hört man sich Danzon Klassiker
wie "Almendra" und andere Titel genau an, so hört man im "Montuno"-Teil am Ende genau
die Elemente, die uns heute auf die Tanzfläche treiben.
Der "Begriff" "Salsa" wurde öfter gebraucht wie "Echale salsita", so ein Spruch zum
Anfeuern der Tänzer.
Die Bezeichung von Musiktiteln als "Salsa" wurde wahrscheinlich in New York und / oder
Venezuela von "Federico y su Combo - Llego la Salsa" aus dem Jahre 1967 benutzt. Ich
besitze diese LP und kenne Federico persönlich. Eine andere Version kenne ich vom Pionier
und Altmeister "Roberto Torres", nach der Richie Ray & Bobby Cruz den Begriff Salsa im
gleichen Jahr 1967 eingeführt haben. Auch Willy Colon & Hector Lavoe haben damals mit
Ihren ersten LPs angefangen. Kurze Zeit später war das FANIA LABEL aus New York megaerfolg-
reich mit "SALSA Musik!".
Tito Puente, der seit Ende der 30er Jahre Mambos aufgenommen hat und zuletzt als der König
der Timbales galt, muss es wissen: Er hat bis zu seinem Tod im Jahre 2001 immer gesagt, dass
es keine "Salsa" gibt, sondern jeder Rhythmus seinen eigenen Namen hat.
Diese Rhythmen kommen aus CUBA. Auch wenn Puertorikaner, Venezolaner, Kolumbianer, .... usw.
Salsa spielen und weiterentwickeln, so bleibt der Ursprung doch immer CUBA.

Salsa Cuban Style
Gegenwärtig ist der kubanische Salsastil die am häufigsten und ursprünglichste Form des
Salsas. Wegen seiner Musikalität und Rhythmik wird dieser bekanteste getanzte Stil des
Salsas am häufigsten von den Menschen in den lateinamerikanischen und karibischen Ländern,
aber auch sonst international von allen Salsafans mit Begeisterung getanzt.
Dieser wichtigste Tanztrend entwickelte sich aus einer Synergie von klassischem Mambo,
dem amerikanischen Jazz und einem starkem Einfluß des Tumbao-Rhythmus, ein absolutes Muss
für alle Fans der Latino Szene.

Latino-Style:
Latino-Style oder Cumbia-Style wird als ein Oberbegriff für alle Salsa-Varianten verstanden, wie sie
in Latein- und Mittelamerika - etwa in Venezuela, Kolumbien, Mexico, Costa Rica usw.- getanzt werden.
In Latein- und Mittelamerika ist Salsa ein Tanz «der Straße», denn er wird in der Regel nicht in Tanz-
schulen, sondern während Salsa-Fiestas gelernt. Dieser Salsa-Stil kommt mit einem Minimum an Regeln
aus und beinhaltet viel Improvisation. Der Grundschritt ist für jeden einfach zu erlernen. Der Latino-
oder Cumbia-Style ist durch viel Körperkontakt geprägt. Dies drückt sich aus in einer oft engen
und eher «harten» Führung durch den Mann.

Casino - der klassische kubanische Salsatanz:
Der Casino ist aus dem kubanischen Son hervorgegangen. Er ist ein typischer «De la calle»-Stil - ein Tanz
von der Straße, denn in Kuba geht kein Einheimischer in eine Salsa-Tanzschule. Der Casino ist wahrscheinlich
der «schwärzeste» Salsa-Stil, denn es dominieren afrikanische Elemente. Dies bedeutet: Viel Improvisation,
wenig Regeln, und neue Bewegungselemente werden laufend erfunden. Die Bewegungen sind natürlich, fließend,
harmonisch und die Drehungen der Frau im Vergleich zu den nordamerikanischen Salsa-Tanzstilen eher langsam.

Despelote - so tanzt man heute in Kuba:
«Despelote» heißt übersetzt so viel wie «befreie dich» oder «lass dich gehen». Despelote ist ein getanzter spontaner
und hemmungsloser «Ganzkörper-Flirt». Dieser ausgeprägte «De la calle»-Tanzstil entwickelte sich seit Mitte der
80er Jahre zusammen mit der modernen kubanischen Salsamusik. Man tanzt nicht mehr in geschlossener Tanzhaltung,
sondern offen. Der Despelote lässt der Frau viel mehr Freiraum als im «Casino», um ihre Reize effektvoll zur Geltung
zu bringen. Die zügellos zur Schau gestellte Freizügigkeit kann konservative Betrachter auch schon mal schockieren.
Die Bewegungen erfordern ein hohes Maß an Körperbeherrschung.

New-York-Style - der elegante Mambo-Salsa aus New York:
Der Salsa «New-York-Style» ist ein Kompromiss zwischen Improvisation «de la calle» und dem Hang zur Perfektion in
Standard-Tänzen. Die Bewegungen sind weich, elegant und eher feminin - auch für den Mann. Der New York-Style ist
eine Mischung aus stark puertoricanisch beeinflussten Solo-Schrittkombinationen und Figuren aus nordamerikanischen
Paartänzen. Der New-York-Style besticht vor allem durch seine Eleganz, seine effektvollen Figuren und seinen Varianten-
reichtum. Im Vergleich zum Casino und Cumbia-Style steht hierbei die Frau stärker im Zentrum und macht die Show.
Dieser Stil stellt hohe Ansprüche an das Führen beziehungsweise Sich-führen-lassen.

Der Los Angeles-Style:
Dieser ist vielleicht der spektakulärste Salsa-Tanzstil überhaupt. Es ist eine effektvolle und temporeiche Salsa-Variante aus
Los Angeles, ein Mix zwischen akrobatischen Westcoast-Swing-Elementen, Latin-Standard-Elementen und dem Latino-Style.
Dieser Stil eignet sich ausgezeichnet für das Showtanzen. Die Bewegungen sind eher zackig und temperamentvoll. Der
Los-Angeles-Style ist insgesamt etwas härter und aggressiver als der New-York-Style. Auch der Mann spielt hier wieder
den Macho-Part, die Frau das aufreizende Gegenüber. Einige Elemente, vor allem die akrobatischen - lassen sich nur
schlecht führen und müssen paarweise eingeübt werden.

Merengue, Bachata
Wenn man heute von jenen lebenden Tänzen spricht die man in einer Salsa-Diskothek (Salsateca)
oder einem Salsaclub tanzt, gehören neben dem Salsa haupsächlich Merengue, Bachata und
kubanisch Cha-Cha-Cha als Muss in das tänzerische Programm.
Merengue stammt ursprünglich aus der Dominikanischen Republik - ist mittlerweile fixer
Bestandteil aller Latin-Clubs in Europa.
Bachata ist ein im karibischen Raum weitverbreiteter, langsamer, erotischer Tanz mit
verspieltem Charakter. Kubanischer Cha-Cha-Cha (im Unterschied zum Cha-Cha-Cha im tradi-
tionellen Gesellschaftstanz) wird als die lebende Form des Cha-Cha-Cha`s sowohl in Latin-
Lokalen als auch als "Bühnen" Performance, wie z.B. bei den Auftritten Lateinamerikanischer
Bands (Cuba Vista) getanzt.